Wie die IG Metall KI-Nutzung eingeführt hat, ohne die Belegschaft zu verunsichern
Shownotes
Künstliche Intelligenz kann die Arbeit erleichtern und verbessern. Oder das Gegenteil erreichen. Bei der IG Metall hat gemeinschaftliches Ausprobieren innerhalb eines geschützten Rahmens die Grundlage für bindende Vereinbarungen geschaffen. Diese Leitplanken sollen noch mehr KI-Nutzung ermöglichen – oder sie in einigen Fällen ganz unterbinden.
Diesen Beitrag liest eine erfundene Stimme vor, geschrieben hat ihn Paul Fenski.
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00:00:00: Die Stimme, die diesen Artikel vorliest ist erfunden.
00:00:03: Mich gibt's aber wirklich!
00:00:05: Ich bin Paul Fensky, Redakteur bei Neune Narrative und Autor dieses Artikels.
00:00:11: Schön, dass du am Start bist.
00:00:14: Künstliche Intelligenz kann die Arbeit erleichtern oder verbessern – oder das Gegenteil erreichen.
00:00:19: Bei der IG-Metall hat Gemeinschaftliches ausprobieren innerhalb eines geschützten Rahmens die Grundlage für bindende Vereinbarungen geschaffen.
00:00:28: Diese Leitplanken sollen noch mehr KI-Nutzung ermöglichen oder sie in einigen Fällen ganz unterbinden.
00:00:39: KI Entlastung ohne Entlassung von Paul Fenski.
00:00:44: Hier passiert etwas Krasses, dachte Agnieszka Payal als sie kurz nach dessen Veröffentlichungen im November, zwei tausend zwanzig begann mit ChatGPT zu arbeiten.
00:00:54: Payal ist Trainerin für digitale Zusammenarbeit bei der IG Metall und war der Meinung diese neue Technologie muss die Gewerkschaft unbedingt auf dem Schirm haben.
00:01:02: Und damit war sie nicht allein.
00:01:04: Denn viele ihrer KollegInnen hatten ebenfalls bereits begonnen, mit dem Chatbot zu arbeiten.
00:01:10: Zu diesem gehörte auch Diana Kratzer Rudolf die in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit tätig ist.
00:01:16: Dabei war aber unklar was wir dürfen und was nicht.
00:01:20: Denn zu diesem Zeitpunkt hatte die Gewerkschaft noch keine Regeln zur Nutzung aufgestellt.
00:01:24: Hinzu kam das Ghostwriter-Gefühl – dass Unbehagen das, was man seinen KollegInnnen präsentiert, nichts selbst verfasst zu haben!
00:01:32: Das habe KI anfangs in eine Schmuddelecke gestellt.
00:01:35: Als hätte man sich damit einen Vorteil erschlichen, sagt
00:01:38: Payal.".
00:01:40: Im März, im Jahr und im Jahr hat die Abteilung Datenschutz die Empfehlung ab, keine personenbezogenen oder personen- beziehbaren Daten mit ChatGPT zu teilen.
00:01:51: Für Payal war damit der Startschuss gesetzt – denn auch wenn das formal einer Einschränkung war hatte der Datenschutzt damit die Nutzung von KI zumindest implizit anerkannt.
00:02:01: Einen offiziellen Auftrag für organisationsweite Schulungen gab es nicht, weil KI-Nutzung bei der IG Metall noch nicht geregelt war.
00:02:09: Normalerweise geschieht das in Form einer Gesamtbetriebsvereinbarung – kurz GBV.
00:02:15: Einem Vertrag zwischen Arbeitgeber und Gesamt Betriebsrat.
00:02:18: Eine GBV hielt Payal, die formal in der Personalabteilung und damit auf Arbeitgebersseite angesiedelt ist, allerdings für verfrüht.
00:02:26: Denn zum damaligen Zeitpunkt wusste die IG Metall viel zu wenig darüber wie und wo sie KI überhaupt einsetzen könnte.
00:02:36: Ein Workshop als gemeinsame Basis.
00:02:40: Payel begann deshalb einfach mit einer Mail, darin fragte sie einzelne ganz unverbindlich ob Sie Interesse an einem KI-Workshop hätten – das hatten sie!
00:02:49: Und so wurde aus der Mail ein drei Komma fünfstündiger Workshop in dem Payal die grundlegende Funktionsweise von Large Language Models kurz LLMs Der Technologie hinter Co-Pilot, Claude und Chat GPT erklärte und zeigte wie man richtig promptet um einer KI sinnvolle Arbeitsaufträge zu erteilen.
00:03:08: Dabei empfiehlt Payal sich die KI als neuen Kollegen vorzustellen – einen der richtig Bock hat aber nicht nachfragt wenn er unsicher ist…der auch einfach mal loslegt wenn er eigentlich zu wenig Informationen hat um die Anfrage zu Friedenstellen zu erledigen …und sie dann mit ganz viel Blabla füllt!
00:03:28: So wechselten sich im Workshop Tipps und Tricks mit konkreten Aufgaben ab, die die Teilnehmenden mithilfe eines KI-Chatbots zu erfüllen hatten.
00:03:36: Zuletzt ging es darum, Tätigkeiten zu identifizieren in denen KI die Teilneehmenden unterstützen kann.
00:03:43: Im Basisworkshop lernten sie unter anderem wie das Zuweisen von Rollen die Ergebnisse erheblich verbessert – zum Beispiel mit dem Prompt «Du bist ein erfahrener Gewerkschaftssekretär und dass LLMs gut darin sind bei der Entwicklung von Promps zu unterstützen, um das dieser Zwischenschritt die Ergebnisse erheblich verbessern kann.
00:04:03: Teilnehmende lernten auch wie ein schrittweises Vorgehen mit der Bitte erst Output zu generieren wenn alle relevanten Infos zusammengetragen sind verhindert vor allem mit dem Lesen und weniger dem Anleiten beschäftigt zu sein.
00:04:16: – und zuletzt, dass LlMs fehleranfällig sind.
00:04:20: Frühere Modelle scheiterten bereits an der Frage oder welche Zahl größer ist – neun, neun oder neun Komma eins-eins.
00:04:31: Für die Zeit nach dem Workshop richtete Payal über Microsoft Teams einen virtuellen Arbeitsbereich ein.
00:04:37: Dieses sogenannte KI-Ideenlabor diente der kollegialen Fallberatung sowie den Austausch von Prompts, Tipps, Tricks und Hinweisen.
00:04:46: Innerhalb von sechs Monaten nahmen zweihundertdreißig Menschen an den Workshops teil.
00:04:51: Payal spricht von der Schneeballphase.
00:04:54: Was mit einer Mail an eine handvoll kollegInnen begann, war zu einer Bewegung innerhalb der Organisation geworden.
00:05:01: Das Waage – hier passiert etwas Krasses – hatte sich konkretisiert.
00:05:05: Bei den Teilnehmenden stand nun die Hoffnung im Vordergrund durch den Einsatz von KI die Arbeitslast reduzieren zu können.
00:05:12: Es fallen ständig Dinge hinten runter, die zeitlich nicht zu schaffen sind", sagt Kratzer Rudolf.
00:05:17: Ich sehe KI als Chance!
00:05:19: Wir können uns den Dingen widmen für die wir sonst keine Kapazitäten
00:05:22: hatten.".
00:05:24: Demgegenüber formulierte der Gesamtbetriebsrat die Befürchtung, dass potenzielle Arbeitseiteinsparungen zu Kündigungen führen könnten.
00:05:32: Aufgrund der offenen Fragen trat Peil dafür ein mit der ersten GBV nur einen groben Rahmen zu setzen.
00:05:38: Im Gesamt- betriebsrad gab es zwar den Wunsch stärker einzugrenzen und für alle Eventualitäten vorzusorgen Ich habe aber gesagt Dafür fehlt uns noch das Wissen.
00:05:47: Das wäre unseriös so Peil.
00:05:50: Die wichtigsten Beschlüsse der Rahmen gesamt Betriebsvereinbarung GBV zur KI-Nutzung umfassten folgende drei Punkte.
00:05:59: Erstens, alle Beschäftigten dürfen KI nutzen aufgrund der Datenschutzrichtlinien allerdings nur Co-Pilot.
00:06:06: Dazu soll es Schulungen geben.
00:06:09: Zweitens, KI darf nicht zu Leistungs und Verhaltenskontrollen verwendet werden.
00:06:15: Drittens, betriebsbedingte Kündigungen im Zusammenhang mit KI sind ausgeschlossen.
00:06:21: Damit waren zentrale Voraussetzungen erfüllt die Payal zufolge nötig sind um einen sinnvollen organisationsweiten Einsatz von KI bei der IG-Metall voranzutreiben.
00:06:31: Die Beschäftigten mussten weder fürchten, dass sie anhand der Nutzung von KI kontrolliert und überwacht werden noch bangen, dass die ihre eigenen Entlassungen entgegenarbeiten indem Sie Aufgaben an die KI auslagern.
00:06:44: Die Workshops und die GBV haben Räume zum Austausch über die Nutzungsverkauf von KI geschaffen.
00:06:49: Damit ist sie von Arbeitgeberseite aus legitimiert.
00:06:53: Die Datensicherheit ist geregelt, da allein Co-Pilot zugelassen ist.
00:06:58: Hierbei gelten dieselben Compliance Richtlinien wie für die Daten, Das Programm, das innerhalb der IG Metall als Co-Pilot Pro bezeichnet wird hat Zugriff auf lokale Dateien und soll bessere Ergebnisse liefern.
00:07:49: Kostet allerdings auch sechsundzwanzig Euro pro Nutzerin pro Monat.
00:07:53: Soll die IG Metall der Belegschaft die Lizenz bezahlen?
00:07:55: Für alle?
00:07:57: Das wäre kein sorgsamer Umgang mit den Beiträgen der Gewerkschaftsmitglieder!
00:08:01: Dann also nur für
00:08:02: Einzelne?!
00:08:03: Auf welcher Basis?
00:08:05: Um herauszufinden, ob und in welchem Maße sich die Mehrausgaben rechnen könnten verabredeten Payal und ihre Kollegin Rosanna Sekénius mit dem Gesamtbetriebsrat eine Pilotphase.
00:08:16: Das Ziel war herauszufünden, ob der Einsatz von Co-Pilot Pro zu einer spürbaren Entlastung und oder Verbesserungen der Arbeitsergebnisse führt weitere Schulungsbedarfe zu identifizieren und eine Datengrundlage für eine detailliertere GBV zu schaffen.
00:08:32: Hierfür sollten diejenigen unter den bisherigen Workshop-Teilnehmenden, die Angaben mehrmals in der Woche KI zu nutzen einen Co-Pilot pro Zugang erhalten.
00:08:41: Das waren über hundert Menschen.
00:08:43: Hinzu kamen einige Personen aus bestimmten Bereichen der Organisation, die im Pilotprojekt vertreten sein sollten – etwa aus Geschäftsstellen und Bildungszentren.
00:08:53: Diese absolvierten ebenfalls einen Workshop bei Payal.
00:08:56: Dann konnte die Pilotphase beginnen.
00:08:59: Insgesamt waren es nun Hundertfünfzig Teilnehmende Von Ende Oktober, zwei-tausendfünfundzwanzig bis Ende Februar, zweitausendsächsundzwanzig traf sich die Pilotgruppe alle zwei Wochen.
00:09:11: An diesem virtuellen Termin nahmen im Schnitt etwa sechzig Leute teil.
00:09:15: Payal moderierte, gab Impulse, klärte Fragen und stellte Anwendungsfälle vor.
00:09:21: Vor allem ging es aber darum, die Leute zusammenzubringen und sie zu motivieren, Themen zu suchen um sie gemeinsam in Projektgruppen zu erarbeiten.
00:09:30: Dafür nutzte Payal die Chatterfalltechnik aus der Methodensammlung Liberating Structures.
00:09:35: Liberating structures sind dreiunddreißig Mikrostrukturen, die dabei helfen sollen, die Zusammenarbeit in konventionellen Strukturen durch Miniinterventionen und Tools zu verändern.
00:09:45: Dabei wird zunächst eine Frage in den Chat gestellt – zum Beispiel, welche Tätigkeit aus deinem Arbeitsalltag würdest du am liebsten delegieren?
00:09:54: Dann haben alle teilnehmenden eine Minute Zeit um eine Antwort zu schreiben!
00:09:58: Sie dürfen Ihre Antwort jedoch nicht absenden, bevor die Minute abgelaufen ist.
00:10:02: Auf ein Signal durch die Moderation hin antworten alle gleichzeitig.
00:10:06: Ein Wasserfall an Antworten entsteht!
00:10:09: Nun gibt es – je nach Anzahl der Antworten – ein paar Minuten um die Antworten durchzugehen und per Emoji-Reaktion abzustimmen.
00:10:17: In Breakout Rooms schalten sich die Personen, die für dieselbe Antwort abgestimmt haben zusammen.
00:10:23: So entstehen Projektgruppen, In den Projektgruppen erkundeten und entwickelten die teilnehmenden gemeinsamen Anwendungsfälle für KI, die sie jeweils auf ihre individuellen Wünsche hinanpassten.
00:10:38: Eine Projektgruppe beschäftigte sich mit der Anwendung Power-Automate.
00:10:42: Damit lassen sich zum Beispiel eingehende E-Mails automatisch verarbeiten und Anhänger ablegen.
00:10:47: Dabei trat auch unerwartetes IT-Wissen zu Tage wie Daniela Fria beschreibt – Gewerkschaftssekretär und Kassierer in der Geschäftsführung der Münchner Geschäftsstelle.
00:10:56: Ein Kollege hat mir gezeigt, wie er mit einem Greasemunkey-Script Webdaten scrapped und sie per Power Automate fürs neue CMS umwandelt.
00:11:04: Übersetzt bedeutet das Er hat einen Weg gefunden, automatisiert Inhalte aus dem Internet auszulesen Und Sie in das Datenverarbeitungssystem der eigenen Website einzuspeisen.
00:11:15: In einer anderen Gruppe bauten teilnehmende eigene Co-Pilotagenten So wie Anastasia Banner aus der Geschäftsstelle Bocholt.
00:11:23: Immer wieder wenden sich Mitglieder mit Themen an sie für die die IG Metall nicht zuständig ist.
00:11:29: Deshalb entwickelte sie einen Empfangsagenten, der recherchiert wer stattdessen zuständig sein könnte.
00:11:35: Beim Thema Mietrecht habe ich zum Beispiel neulich an die Verbraucherzentrale verwiesen – so Banner.
00:11:41: Zusätzlich legte Payal das Ideenlabor dass während der Basis Workshop-Phase begonnen hatte neu auf.
00:11:46: Diesmal allerdings nicht als offenen Raum für Austausch sondern deutlich strukturierter.
00:11:52: Es gab Unterräume für Prompts, Agenten und Hilfegesuche.
00:11:56: Die Gruppe ist vor Engagement explodiert, sagt Payal.
00:11:59: Das dürfte aber auch daran gelegen haben dass sich in der Pilotgruppe naturgemäß besonders engagierte Menschen befanden.
00:12:06: Zum Abschluss der Pilotphase befragte Payal die Teilnehmenden.
00:12:10: Die meisten gaben an das sie die Arbeit mit Co-Pilot Pro als große Bereicherung wahrgenommen hätten.
00:12:16: Zudem schätzen die Teilnähmenden wie viel Zeit sie gespart hatten und wie stark sich die Qualität ihrer Arbeit verbessert hatte.
00:12:23: Fast zwei Drittel gaben an, dass sich ihre Arbeitsergebnisse um mehr als dreißig Prozent verbessert hätten.
00:12:29: Bei der Zeitersparnis war das Ergebnis noch deutlicher.
00:12:32: Hier gab fast die Hälfte der Befragten an, daß ich ihr Zeitaufwand um über dreißzig Prozent verringert habe.
00:12:39: Auch wenn dies Selbsteinschätzungen sind hat die Pilotphase so eine Faktenbasis geschaffen wo vorher nur Vermutungen standen.
00:12:47: Um konkrete Erkenntnisse hinsichtlich der Vergabe von Co-Pilot Pro Lizenzen zu sammeln, befragte Payal die Teilnehmenden nach Anwendungsfällen um dann nachzuhaken ob dies auch ohne Co-pilot pro möglich gewesen wäre.
00:13:00: Niemand gab an dass es ohne Pro Lizenz gar nicht möglich gewesen wären und thirty acht Prozent merkten kaum einen Unterschied.
00:13:07: Über die Hälfte sagte aber immerhin Es wäre nur stark eingeschränkt möglich gewesen.
00:13:13: Das Ergebnis hat meine Annahme bestätigt Nicht alle brauchen einen Porsche, wenn einige noch nicht mal den Führerschein haben", sagt Payal.
00:13:22: Deshalb entwickelten sie und ihre Kollegin Sykenius auf Grundlage der Daten gerade einen Fragebogen der Mitarbeitenden helfen soll herauszufinden ob für Sie eine Prolizenz Sinn ergibt.
00:13:33: Letztlich soll die Entscheidung aber der Person selbst überlassen bleiben vorausgesetzt – Die Führungskraft stimmt zu!
00:13:40: Zudem hat Payal weitere Schulungsbedarfe identifiziert zum Beispiel darüber was für die Erstellung guter Agenten wichtig ist.
00:13:48: Es gibt jetzt einfach viel mehr Klarheit darüber, wie wir KI grundsätzlich nutzen können.
00:13:54: Das sind alles Erfahrungen, die nun wiederum die Entstehung einer neuen GBV informieren.
00:13:59: Dabei nimmt die IT-Kommission eine wichtige Rolle ein.
00:14:02: Sie besteht aus Mitgliedern des Gesamtbetriebsrats und der Arbeitgeberseite Und Peil berät sie.
00:14:08: Zwei Dinge sind ihr besonders wichtig.
00:14:11: Mein Wunsch wäre das Führungskräfte ihre Teams noch stärker für KI Nutzung motivieren dass sie Räume schaffen, in denen Beschäftigte ausprobieren, Fragen stellen, Erfahrungen teilen und gemeinsam einschätzen können wo KI wirklich hilfreich ist.
00:14:25: Und wohl nicht!
00:14:27: Die Nutzung solle freiwillig bleiben Aber es sollte auch klar sein Sich gar nicht damit zu beschäftigen Ist eine aktive Entscheidung.
00:14:37: Peils zweites Anliegen ist die Entwicklung einer Kommunikationsrichtlinie.
00:14:41: Dabei rät Peil inzwischen davon ab Bilder mit KI zu generieren.
00:14:46: Ich rieche die KI Ich merke das sofort.
00:14:49: Wir haben hunderte Aktionsfotos, da brauchen wir keine KI-Bilder von streikenden Menschen.
00:14:54: Was genau Bestandteil der Richtlinie sein soll, wissen sie zwar noch nicht.
00:14:58: Grundsätzlich sollte aber gelten, Menschen schreiben Texte und gestalten Grafiken.
00:15:03: die KI assistiert – nicht anders herum!
00:15:07: Was den Prozess zur KI-Nutzung bei der IG Metall kennzeichnet ist das stufenweise aufeinander aufbauende Wechselspiel aus Nutzungserfahrungen und Regelgebung.
00:15:17: Dieses Vorgehen ähnelt in der Grundlogik dem agilen Projektmanagement und scheint sinnvoll, um mit den anfangs eher unkalkulierbaren Chancen-und Risiken einer neuen Technologie wie KI umzugehen.
00:15:29: Vor der Aufgabe auf die Technologie adäquat – also organisationspezifisch zu reagieren – steht allerdings nicht nur die IG Metall.
00:15:38: Deshalb begegnet die Gewerkschaft KI und den durch sie aufgeworfenen Fragen auch in ihrer beratenden Tätigkeit immer wieder!
00:15:46: Fria erzählt, dass auch in den Betrieben die er in München betreut das Thema immer präsenter wird.
00:15:52: Und dass es seitens der Belegschaften große Ängste wegen eines drohenden Personalabbaus gebe.
00:15:58: Dem Betriebsrat und dem Management gebe ich dann den freundlichen Tipp.
00:16:02: Macht es beteiligungsorientiert, macht eine Pilotphase und entwickelt gemeinsam mit der Belegenschaft Use Cases – so Fria!
00:16:11: So nehme man Ängsten- und Erreicheunterstützung bei dem Thema Zum Beweis kann er dann auf seinen eigenen Arbeitgeber verweisen.
00:16:19: So machen wir das bei der IG Metall auch.
00:16:32: Takeaways Erstens Nach der Veröffentlichung von ChatGPT begannen viele IG-Metallbeschäftigte eigenständig mit KI zu arbeiten, doch die Nutzung war nicht geregelt.
00:16:44: Das Problem?
00:16:45: Wie soll die Organisation Regeln aufstellen wenn sie noch gar nicht begreift wie sich die Technologie auf die Arbeit auswirkt?
00:16:52: Zweitens Organisationsentwicklerin Payal bot zunächst einen KI-Basisworkshop an.
00:16:58: Daran nahmen in sechs Monaten rund zweihundertdreißig Personen teil, die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen in eine Rahmen Gesamtbetriebsvereinbarung kurz JBV ein.
00:17:09: Die erlaubte allen die Nutzung von Co-Pilot und Schlossleistungskontrolle sowie KI-bedingte Kündigungen aus.
00:17:17: Drittens – welche Potenziale in der KI liegen?
00:17:20: Und wann eine Investition in erweiterte Lizenzen lohnt hat eine Pilotphase mit Hundertfünfzig KI-Nutzerinnen ermittelt.
00:17:27: Sie erprobten konkrete Anwendungsfälle in selbstorganisierten Projektgruppen, die dabei gewonnenen Daten fließen nun in eine neue GBV ein.
00:17:37: Drei Fragen zum Weiterdenken.
00:17:40: Erstens Wie würde sich dein Arbeitsalltag ändern wenn du alle repetitiven und generischen Anteile delegieren könntest?
00:17:49: Zweitens Würdest Du auch etwas davon vermissen?
00:17:54: Drittens Welche Voraussetzungen müssten in deiner Organisation erfüllt sein, damit du an einem kollegialen KI-Prozess wie hier beschrieben teilnehmen
00:18:37: würdest?
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