Fürsorge im Weltraum

Shownotes

Mit wenigen Menschen auf engem Raum Hunderte Kilometer von der Erde entfernt arbeiten und leben: Weltraummissionen bringen selbst psychisch stabile Menschen an ihre Grenzen. Deshalb steht hinter diesen Missionen ein strukturiertes Fürsorge-System, das auch Teams auf der Erde resilienter machen könnte.

Diesen Beitrag liest eine erfundene Stimme vor, geschrieben hat ihn Senta Gekeler.

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00:00:00: mit wenigen Menschen auf engem Raum, hunderte Kilometer von der Erde entfernt arbeiten und leben.

00:00:06: Weltraummissionen bringen selbst psychisch stabile Menschen an ihre Grenzen.

00:00:10: Deshalb steht hinter diesen Missionen ein strukturiertes Fürsorgesystem das auch Teams auf der Erde resilienter machen könnte.

00:00:28: Solange ließen sich sechs freiwillige ab Juni, zehntinzehn für das Experiment Mars fünfundert in einem Modellraumschiff einschließen um auf eine simulierte Marsreise zu gehen.

00:00:39: Fünfhundertzwanzig Tage ohne Tageslicht, ohne Möglichkeit rauszugehen oder Angehörige zusehen.

00:00:46: Lebensmittel waren streng rationiert.

00:00:48: fünfhundert zwanzig tage mit einer winzigen Kabine als einzigem Rückzugsraum.

00:00:54: Bisher dauern Raummissionen nicht ganz so lang wie diese sogenannte Analog-Mission.

00:00:59: Auf der internationalen Raumstation ISS bleiben Astronautinnen in der Regel maximal sechs Monate, aber auch das ist eine enorme Zeit auf beengtem Raum in vierhundert Kilometern Höhe und dann kommt unter Realbedingungen natürlich noch die Schwerelosigkeit hinzu.

00:01:16: Wie können Menschen unter solchen Bedingungen leben und arbeiten?

00:01:22: Menschlichkeit in Extremsituationen.

00:01:26: Genau mit dieser Frage befasst sich die Weltraumpsychologie.

00:01:30: Sie erforscht die mentalen Prozesse und Verhaltensweisen unter Extrembedingungen, und entwickelt Methoden, die das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die erfolgreiche Zusammenarbeit bei Weltraummissionen sicherstellen.

00:01:43: Extreme Umgebung bringen viele psychische Herausforderungen mit sich – erklärt die Teampsychologin.

00:01:53: Beispielsweise kann die soziale Isolation und die lange Trennung von der Familie die Stimmung drücken, während es durch das Zusammenleben auf engem Raum bei begrenzten Ressourcen zu Konflikten im Team kommen kann.

00:02:06: Als Teil eines psychologischen Teams begleitet de Cavallio sogenannte Analogmissionen – also simulierte Weltraum-Missionen ab der Auswahl der Crew und ihr Training über die gesamte Missionsdauer.

00:02:19: Wie bei realen Weltraummissionen gibt es bei Analog-Missionen ein strukturiertes System der Fürsorge, um das Wohlergehen der Crew sicherzustellen.

00:02:28: Dabei wird immer auch in den Blick genommen wie die Bedingungen im Habitat ihr wohlbefinden beeinflussen.

00:02:34: Ein Ansatz von dem auch weniger extreme Arbeitswelten viel lernen können meint Decavalio.

00:02:40: Oft wird Arbeit so betrachtet als hätte sie nichts mit dem Privaten zu tun.

00:02:44: Gleichzeitig bringen Menschen immer ihre Bedürfnisse und ihr Leben mit zur Arbeit!

00:02:49: In Analogmissionen sei das offensichtlich.

00:02:52: Auch im abgekapselten Habitat haben Menschen ganz alltägliche Bedürfnisse, etwa nach Bewegung, sozialer Eingebundenheit, Privatsphäre und einem Gefühl von zu Hause.

00:03:05: Fürsorgebausteine bei Weltraum-Missionen.

00:03:10: Das für Weltraum und Analogmissionen etablierte Fürsorgesystem basiert auf Tools, Ritualen und Protokollen.

00:03:17: Diese funktionieren meist auch in Organisationen mit weniger extremen Arbeitsbedingungen.

00:03:24: Der erste Fürsorgebaustein sind routinierte Checks.

00:03:30: Bei Weltraum-Missionen gehören psychologische und körperliche Checks zum Alltag.

00:03:35: So gibt es für jede Person eine ärztliche Betreuung am Boden, die Faktoren wie Strahlung oder Luftqualität überwachen sowie bei regelmäßigen Telefonaten nach Beschwerden fragen und bei Bedarf der Therapie anleiten.

00:03:47: Zudem führen alle Astronautinnen auf der ISS regelmäßige Gespräche mit PsychologInnen, ganz unabhängig davon wie es ihnen geht.

00:03:57: Das nimmt viel Druck raus weil man nicht erst dann einen Termin vereinbaren muss wenn es einem schlecht geht was für viele Menschen mit Hemmungen verbunden ist sagt de Carvalho.

00:04:08: Bei Analogmissionen werden ebenfalls regelmäßigen Gesprächen angeboten teilweise als Bestandteil des Stundenplans aber auch auf freiwilliger Basis.

00:04:17: Das macht die Hürde bei Bedarf in Kontakt zu treten deutlich niedriger.

00:04:23: Zusätzlich gibt es Frühwarnsysteme, die Überlastung rechtzeitig erkennen sollen.

00:04:28: Wir erfassen täglich den Zustand unserer Teams zum Beispiel über kurze Fragebögen oder Mails um ein Gefühl dafür zu bekommen wie gut sie mit dem Stress umgehen können erzählt Di Cavallio.

00:04:39: Wenn wir merken dass jemand überlastet ist gehen wir zunächst in den direkten Austausch um besser zu verstehen was gerade los ist.

00:04:46: anschließend passen wir gegebenenfalls die Arbeitsanforderungen an.

00:04:50: Im Flugplan, einer Art Stundenplan für Weltraummissionen kann die Crew gemeinsam mit der Missionsleitung dann Aktivitäten reduzieren, verschieben oder ergänzen.

00:05:01: Dabei wird auch Freizeitbewusst eingeplant.

00:05:04: Gleichzeitig achtet das psychologische Team darauf dass keine Unterforderung entsteht – denn «auch Langeweile kann belastend sein», so de Cavallo!

00:05:13: Für Erdlinge können Check-in Tools wie folgt aussehen Erstens.

00:05:18: Das wöchentliche Workload-Barometer.

00:05:21: In einem digitalen Umfragetool ordnen jede Woche alle Teammitglieder ihren Workload auf einer Skala von eins – ich habe keine offenen Aufgaben, bis zehn… Ich bin extrem überlastet!

00:05:32: Ein.

00:05:33: Wenn Personen über sieben oder unter vier liegen bespricht das Team zum Beispiel im Wöchentlichen Meeting gemeinsam welche Aufgaben anders verteilt werden können.

00:05:43: Zweitens.

00:05:44: Persönliche Check ins.

00:05:46: Personen in Führungsrollen planen regelmäßige One-on-ones mit jedem Teammitglied ein, in denen sie das Belastungslevel sowie Lösungsvorschläge besprechen.

00:05:56: Drittens – der Flugplan.

00:05:58: Alle Teammitglieder tragen ihre Phasen mit besonders hoher beruflicher oder privater Belastung sowie geplante Erholungsphasen in einen gemeinsamen Kalender ein zum Beispiel als farbige Blöcke im Outlook, Notion oder einem simplen Miroboard.

00:06:14: So können Teammitglieder bereits in der Planung aufeinander Rücksicht nehmen.

00:06:18: Außerdem gibt es zum Beispiel im wöchentlichen Meeting einen Slot, indem das Team den Flugplan bespricht und Unterstützung für Personen mit sehr dichtem Flugplan findet.

00:06:28: Voraussetzung für dieses Tool sind eine hohe Vertrauenskultur und psychologische Sicherheit.

00:06:37: Der zweite Fürsorgebaustein ist selbstfür Sorge die aktiv ermutigt und ermöglicht wird.

00:06:44: Trotz aller Maßnahmen lässt sich unter extremen Bedingungen, wie sie bei Weltraum- und Analogmissionen herrschen nicht vollständig verhindern, dass Crewmitglieder hin und wieder an ihre Grenzen stoßen und sich gestresst fühlen.

00:06:57: Viel wichtiger, sagte Cavallo ist die Frage – Wie gut jemand damit umgehen kann?

00:07:04: Eine große Rolle spielt dabei die Selbstregulation also die Fähigkeit, die eigenen Emotionen wahrzunehmen und idealerweise möglichst selbstfürsorglich darauf zu reagieren.

00:07:15: Wenn eine Person zum Beispiel merkt, dass sie wütend ist sollte sie wissen welche Strategien in diesem Moment helfen.

00:07:21: Hilft es mit jemandem darüber zu sprechen oder sich zu bewegen?

00:07:26: Wenn die Crewmitglieder wissen was ihnen persönlich guttut kann das psychologische Team darauf reagieren.

00:07:33: Dekavallo sagt Wenn jemand zum Beispiel von Bewegung profitiert, schauen wir ob Yoga oder eine andere Form von Sport auf engem Raum möglich ist.

00:07:42: Wenn jemand gerne Tagebuch schreibt überlegen wir wann und wo Rückzug möglich ist.

00:07:48: Schon vor der Mission arbeitet DK Valio deshalb mit den Crewmitgliedern an individuellen Selbstfürsorge-Strategien die ihnen helfen sollen wenn es schwierig wird.

00:07:58: Diese SelbstfürSorgetools können für Erdlinge hilfreich sein.

00:08:02: Erstens Ein persönliches Stressmanual erstellen.

00:08:06: Jedes Teammitglied erstellt für sich selbst die persönlichen Stresswarnschilder, also Zeichen an denen es selbst und Außenstehende bemerken dass es gestresst ist.

00:08:16: Diese können in einem Shared-Doc oder digitalen Board mit dem Team geteilt werden.

00:08:21: zum Beispiel Wenn ich überfordert bin werde Ich einsilbig.

00:08:26: Optional kann man auch Status-Emojis zuordnen.

00:08:29: wenn ich gestreszt Bin habe ich ein Dynamit Emoji im Slackstatus.

00:08:33: Oft reicht es aber auch schon, selbst zu wissen.

00:08:36: Wenn ich Herzrasen kriege bin nicht gestresst und sollte eine Pause einplanen.

00:08:42: Anschließend sammelt jedes Teammitglied persönliche Ressourcen die beim Stressabbau helfen beispielsweise kurze Bewegung Ein Gespräch mit KollegInnen kurz zurückziehen oder an die frische Luft gehen.

00:08:54: Diese ressourcen können optional auch anonym auf einem analogen- oder digitalen Board zusammengetragen werden.

00:09:03: Zweitens den Raum für Selbstfürsorge schaffen.

00:09:06: Organisationen stellen sicher, dass die Teammitglieder ihre erarbeiteten Selbstfür-Sorgestrategien umsetzen können – zum Beispiel durch ausreichend Pausen-, Rückzugsräume oder die Möglichkeit sich nach anstrengenden Aktivitäten Pufferzeiten zum Durchatmen einzuplanen.

00:09:23: Hierbei spielt auch die Unternehmenskultur eine Rolle.

00:09:26: Teammit Glieder sollten aktiv ermutigt werden ohne schlechtes Gewissen Regenerationszeit einzuplanen!

00:09:53: Der dritte Fürsorgebaustein ist die Priorisierung von Teambuilding und Stimmung.

00:10:00: Im Weltraum hängt nicht nur das Gelingen der Mission, sondern auch das Leben der Crewmitglieder von einer reibungslosen Zusammenarbeit ab.

00:10:09: Hierbei wird die Herausbildung eines Teamgefühls erschwert durch die große räumliche Distanz – etwa zwischen Weltraumcrew-und Bodenkontrolle.

00:10:18: Bei Maßmissionen würde durch die Entfernung eine Zeitverzögerung bis zu zwanzig Minuten dazukommen, die jetzt schon in vielen Analogmissionen simuliert wird.

00:10:28: Für die Besatzung der ISS spielt das in der Regel keine Rolle.

00:10:32: Hier beträgt die Verzögarung nur eine Sekunde – also kaum mehr als wenn die Zoom-Verbindung einmal

00:10:38: hakt.".

00:10:40: Gute Teamarbeit funktioniert nur, wenn man aufeinander achtet, empathisch miteinander umgeht und die Bedürfnisse der anderen im Blick hat", sagt Alexandra de Carvalho.

00:10:50: Um das Teamgefühl zu stärken und gleichzeitig die Stimmung aufzuhellen, nutzen die Teams deshalb verschiedene Tools und Rituale wie kurze Videobotschaften, Memes, musikalische Grüße und Bilder.

00:11:04: Außerdem gibt es regelmäßige Briefings- und Debriefings also strukturierte Meetings in denen alle ihren Tag gemeinsam reflektieren.

00:11:14: Das fördert psychologische Sicherheit hilft Konflikten vorzubeugen und unterstützt dabei gemeinsame Ziele aufrecht zu erhalten.

00:11:24: Für Erdlinge können die Briefings so aussehen, dass Team reflektiert jede Arbeitswoche oder jedes abgeschlossene Projekt beziehungsweise jede Projektphase um ein besseres Gespür füreinanderzuentwickeln.

00:11:37: dabei beantworten alle Teammitglieder in einem etwa halbstündigen Meeting einen strukturierten Reflexionsfragebogen.

00:11:44: Um sich Gedanken und Notizen zu machen bekommen sie die Reflexionfragen bereits vorab.

00:11:50: Mögliche Reflexionsfragen könnten lauten, was lief gut?

00:11:53: Worauf bin ich stolz?

00:11:54: oder aber – was war herausfordernd.

00:11:57: Wo hätte ich mir mehr Unterstützung gewünscht und von wem?

00:12:00: Was lief weniger gut?

00:12:01: Wo haben wir etwas übersehen?

00:12:03: und zuletzt?

00:12:04: Was nehmen wir für die nächste Woche oder das nächste Projekt mit?

00:12:08: Was behalten wir bei?

00:12:09: Was machen wir anders?

00:12:13: Der vierte Fürsorgebaustein ist eine klare und präzise Kommunikation.

00:12:19: Von den achtundzwanzigtausend Meldungen, die zwischen nineteenhundertsechsundsiebzig und neunzehnhunderteinundachtzig im NASA Aviation Safety Reporting System eingingen ließen sich über siebzig Prozent auf Kommunikationsprobleme zurückführen.

00:12:33: Die Kommunikation muss möglichst präzise und klar sein damit wichtige Informationen fehlerfrei weitergegeben werden erklärt de Cavallo.

00:12:42: Bei Mission mit Zeitverzögerung ist Präzision noch mal wichtiger weil eine Korrektur bis zu vierzig Minuten dauern würde.

00:12:50: Teams werden deshalb gezielt darin trainiert, wie sie Informationen weitergeben und aufnehmen.

00:12:56: Eines der wichtigsten Kommunikationsprinzipien ist dabei die Closed Loop Communication.

00:13:02: Die Person, die Anweisungen und Informationen empfängt wiederholt diese um sicherzustellen dass sie die Botschaft richtig verstanden hat.

00:13:09: Dann bestätigt er oder die Sender in die Richtigkeit der Wiederholung um den Kommunikationsprozess abzuschließen.

00:13:17: Dabei sollte die empfangende Person so lange Rückfragen stellen, bis sie sich sicher ist alles richtig verstanden zu haben – so bleiben keine möglicherweise falschen Annahmen offen!

00:13:28: So lässt sich Closed Loop Communication bei Erdlingen durchführen.

00:13:33: Zuerst informiert Person A-Person B über etwas und formuliert eine Bitte oder einen Arbeitsauftrag.

00:13:40: zum Beispiel Ich brauche Unterstützung mit der grafischen Umsetzung von Projekt X. Kannst du dich bitte um die Illustrationen kümmern?

00:13:49: Person B wiederholt dann die Information und stellt gegebenenfalls Rückfragen.

00:13:55: Person A beantwortet im nächsten Schritt die Rückfragen, und korrigiert falls Person A etwas falsch verstanden hat.

00:14:03: In diesem Fall startet ein weiterer Loop.

00:14:05: Person B Wiederholt diese Informationen.

00:14:09: Wenn alles korrekt ist bestätigt die Person A abschließend.

00:14:14: Die Closed Loop Communication kann Missverständnissen, Enttäuschungen und unnötige Arbeit vorbeugen.

00:14:20: Im Beispiel hat sie verhindert dass beide zeitgleich am Layout arbeiten.

00:14:25: Der fünfte und letzte Fürsorgebaustein lautet Raumgestaltung zwischen Funktionalität und Wohlbefinden.

00:14:32: Eine der Herausforderungen beim Design von Raumstationen ist es die richtige Balance zwischen Funkzionalität & Wohlfühlen zu finden.

00:14:40: Weltraumarchitektur ist sogar ein eigenes Forschungsfeld.

00:14:43: Idealerweise wird bei der Konstruktion von Habitaten berücksichtigt, wie sich die Umgebung auf die mentale Gesundheit auswirkt.

00:14:51: Hierfür werden etwa – auch wenn die Habitate klein und mit Technik-und Lagergut vollgestellt sind – Rückzugsräume eingeplant, die die Crewmitglieder zum Beispiel mit Fotos und Bildern personalisieren können.

00:15:04: Daneben spielt in der Planung auch die akustische Abgrenzung eine immer größere Rolle.

00:15:09: Zudem fehlt in isolierten Umgebungen wie im Weltall oft die Farbe grün, die sich nachweislich positiv auf das Wohlbefinden auswirkt.

00:15:18: Es gibt deshalb Ansätze mit virtuellen Medien Grünflächen zu projizieren, Wände entsprechend zu gestalten oder echte Pflanzen zu integrieren.

00:15:28: Die Funktionalität zeigt sich vor allem bei gemeinschaftlich genutzten Flächen.

00:15:32: Hier verfolgt man oft multimodale Konzepte Das heißt Räume lassen sich flexibel umgestalten.

00:15:39: Ein S-Bereich kann zum Beispiel auch als Spiel oder Freizeitbereich genutzt werden.

00:15:44: Auch auf der Erde kann Raumdesign fürsorglich sein.

00:15:48: Erstens Rückzugsorte schaffen, beispielsweise mehrere kleine Ruheräume oder durch Raumtrenner blickgeschützte Tische und Sitzgelegenheiten gegebenenfalls Noise-Canceling Kopfhörer.

00:16:00: Zweitens Grün integrieren also Pflanzenaufstellen wenn der Arbeitsplatz es erlaubt.

00:16:06: Alternativ können Naturbilder aufgehangen werden.

00:16:10: Drittens Personalisierung ermöglichen, etwa durch das Aufstellen von Bildern oder Deko.

00:16:15: Falls das am Arbeitsplatz selbst nicht geht kann diese Möglichkeit dafür in einem persönlichen Schließfach- oder Regalfach geschaffen werden.

00:16:23: Viertens Multifunktionsräume zum Beispiel eine Werkstatt die sich mit wenigen Handgriffen zu einem gemütlichen Pausenraum oder Meetingraum umgestalten lässt.

00:16:33: ein solches Konzept verfolgt zb Die Londoner Designfirma IDEO.

00:16:39: Fürsorge ist organisationale Aufgabe.

00:16:43: Die Beispiele zeigen, bei Weltraummissionen ist Fürsorgung kein Luxus sondern Voraussetzung für das Gelingen und teilweise auch das Überleben der Crew.

00:16:53: Decavalio kritisiert dass in unserer Kultur Fürsorge oft sehr individualistisch gedacht werde aber manche Menschen haben gar nicht die Möglichkeiten gut für sich zu sorgen sei es weil ihnen die Ressourcen fehlen sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden oder weil sie sich in einer Raumstation weit weg von der Erde befinden.

00:17:14: In der Arbeit in extremen Umgebungen haben wir deshalb eher das Mantra entwickelt, dass wir uns um die Teams kümmern müssen", sagt Di Cavallo.

00:17:22: Ein Mantra, das auch andere Organisationen übernehmen sollten – denn Mitarbeiter bleiben nicht durch individuelle Stärke stabil sondern durch strukturelle Fürsorge ein Prinzip, das auf der Erde genauso gilt wie im Weltraum.

00:17:38: Vielen Dank an unsere Inputgeberin!

00:17:40: Alexandra de Cavallo ist psychologische Psychotherapeutin und Teampsychologin.

00:17:45: Sie leitet das Team Humane Faktoren beim österreichischen Weltraumforum, führt dort Auswahl- und Trainingsprozesse sowie die psychologisch Begleitung von Analogmissionen durch.

00:17:58: über die Autorinnen.

00:18:00: Senta Gekeler ist freie Journalistin und schreibt darüber wie Arbeit gesünder menschlicher und inklusiver werden kann.

00:18:08: sie glaubt dass Veränderung vor allem entsteht wenn wir die Perspektive radikal verändern, zum Beispiel indem wir die Erde aus dem Weltall betrachten oder uns fragen was Außerirdische zu unseren Prozessen sagen würden.

00:18:46: Diesen Beitrag lasst ihr eine erfundene Stimme vor.

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